Neue Herausforderungen, neue Ziele

Nach längerer Pause melde ich mich nun auch mal hier wieder zu Wort. Es passierte wieder so viel in der letzten Zeit, dass ich bildlich gesehen froh war, wenn ich Zeit zum atmen hatte!

Okay, ganz so schlimm war es dann doch nicht 😉 Und vor allem: schlimm war es eher weniger- nachdem ich die schwierigsten Hürden überwunden hatte, fand ich den Stress sogar positiv!

Nun, ich hör´mal auf, um den heißen Brei herum zu reden und sage euch, um was es sich in diesem Artikel handeln wird: Es geht um neue Herausforderungen, aus denen neue Ziele entstehen!

So what? Also, eins nach dem Anderen! Fangen wir von vorne an… Aber wo ist eigentlich vorne? Und ist Vergangenheit nicht hinten?

Genug der Wortspielerei! Wird ja immer schlimmer hier 😀

Es war einmal… Meine Sinnsuche

Also… Es ist Herbst 2008, ich bin frisch zum Islam konvertiert und habe im Rahmen dessen mein Musikstudium abgebrochen…

Je mehr ich mich mit meiner neuen Religion befasst hatte, desto mehr spürte ich das Verlangen, noch tiefer in die Inhalte einzutauchen… Und so erschien mir das stundenlange Geige Üben nicht mehr Sinn erfüllend, war ich doch gerade mitten in der Sinn-Suche!

Zarte Anfänge einer neuen Bestimmung

Natürlich machte ich mir schon Gedanken, was aus mir denn nun werden würde. Klar war für mich: es sollte im Sozialen Bereich sein und es sollte mich nicht einschränken, was die Bekleidung etc. angeht! So ging ich mit einer neuen Bekannten, die gerade Soziale Arbeit studierte, einfach mit und schaute mir an, wie es dort an der FH so ablief. Mir fiel direkt auf, wie relaxt und offen die Leute in diesem Studiengang war! Meine Bekannte bewunderte mich währenddessen, wie selbstbewusst ich so daher `schwebte´mit meiner Kleid und Hijab.

Für mich war es selbstverständlich. In dieser Anfangs-Euphorie hätte mich nichts und niemand mit seinen Blicken unsicher machen können (alhamduliLlah)!

Die Idee, Soziale Arbeit zu studieren, war an diesem Tag jedenfalls geboren. Doch wie es oft im Leben so ist, kann man viel planen…und dann kommt es doch ganz anders, als man denkt!

Es kommt immer anders…!

In diesem/meinem Fall waren es plötzlich auftauchende Heiratspläne und die damit verbundenen Auslandsaufenthalte, mein darauffolgendes Mutter sein und und und. Damals war ich noch jung und dachte, ich könnte auch woanders studieren, falls ich es wollte… Aber erstmal hatte sich das Thema aufgrund meiner neuen Aufgaben für mich erledigt.

Erst viel später bemerkte ich, dass ich für mein persönliches Well-being es einfach brauche, zu lernen und mich weiter zu entwickeln! Da ich in Somalia nur Studiengänge hätte studieren können, die mir so überhaupt nicht lagen, entschied ich mich für ein Online-Studium.

Dafür braucht man jedoch vor allem eins: Ruhe und Durchhaltevermögen! Ersteres war in meinem Umfeld (15-Personen Haushalt) eher `Mangelware´, letzteres litt deswegen ebenfalls. Ich bin auch einfach ein Typ, der besser lernt, wenn er das Gelernte mit persönlichen Erfahrungen verknüpfen kann! Trotzdem waren die paar Kurse, die ich pö a pö belegte, eine Bereicherung.

Unerwartete Wege…Was nun???

Nach meinem Besuch Deutschlands vor 1,5 Jahren und der unerwarteten (aber begründbaren) Entscheidung, hier zu bleiben, kam aufeinmal wieder die Frage auf: was mache ich nun mit meinem Leben???

Ich wusste nicht, womit ich Geld verdienen sollte, ohne abgeschlossenes Studium. Gott sei Dank hatte ich ein Jahr Bedenkzeit, da meine Kinder so kurzfristig sowieso keinen Kita-Platz bekommen hatten. Unterschwellig hatte ich jedoch ständig die Frage im Kopf: was nun?

Zeit zur Neu-Orientierung

Im Kopfkino spielte ich verschiedenste Varianten ab und bekam auch von jeder Seite andere Tipps: von der Ausbildung zur Erzieherin, zur Mediengestalterin, dem Studium von Sprachwissenschaften, Psychologie oder Sprachwissenschaften… Es war so ziemlich alles dabei, was irgendwie in mein Interessengebiet fiel!

Je näher die Zeit der Entscheidung kam, desto verwirrter wurde ich: Ausbildung oder Studium- was konnte ich mir in dem Alter und als Mutter noch zutrauen? Ich befand mich in einem Orkan an Zweifeln, die jedoch auch von außen angestiftet wurden. Kein Wunder, wenn ich die Antworten im Außen suchte…!

Ein `Glück´ landete ich jedoch in einem NLP Kurs, durch den ich immer mehr zu mir fand und zu dem, was ich wirklich wollte. Ja, was wollte ich denn nu? Genau – Soziale Arbeit studieren!!!

Ganz im Flow oder: Neue Türen öffnen sich dort, wo du es nicht erwartest!

Aufeinmal ging alles rasend schnell: ich bemerkte, dass ich mich nun wirklich `auf den Hintern´setzen musste, damit nicht noch mehr Zeit beim Grübeln drauf geht und ich womöglich noch die Anmeldefrist verpasse! Das Problem war nämlich nicht nur die Anmeldung an der Fachhochschule, sondern vielmehr das 3-monate Vorpraktikum, was man bis zur Anmeldung zumindest zur Hälfte absolviert haben sollte. Das hieß, ich hatte genau 1 Woche Zeit, dieses noch zu organisieren! Puhhhh…

Was mich in den darauffolgenden Wochen erwartete, beschreibe ich lieber nicht im Detail, das würde sonst einen halben Roman hergeben. Also kurz und knapp: Ich habe mal wieder gemerkt, dass „Vitamin B“ das A und O sein kann und dass ein offensichtlicher Verlust nicht immer einer ist! Aber Hauptsache, ich hatte am Ende eins: mein Vorpraktikum und die Immatrikulationsbescheinigung in der Hand!!!

Ich danke Allah für alle Erfahrungen, die ich auf diesem Wege machen durfte, für die Menschen, die mich auf diesen Hoch und Tiefs begleiteten und für das Erreichen meiner Ziele!

Neue Herausforderungen, neue Ziele

Was bedeutet dies nun für meine Zukunft? Eines ist klar: ich muss mir Prioriäten setzen, um all meine Vorhaben zu realisieren. Dazu gehört leider auch, dass ich vorerst Abschied nehmen muss von einem meiner Herzensprojekte: dem Spenden sammeln für Tansania u.a.

Es tut mir im Herzen weh, doch gleichzeitig weiß ich, dass ich dieser Aufgabe nun nicht mehr gerecht werden kann. Sonst werden nämlich andere Bereiche darunter leiden… Ich werde mich also von Team.Help4All zurück ziehen.

Prioritäten nach Potenzial setzen!

Das heißt, ich werde meine Zeit nutzen, um später der Gesellschaft (Ummah) von größerem Nutzen sein zu können, als die paar Spenden, die ich dank großzügiger Menschen zusammen kratzen konnte.

Hoffen wir also, dass es ein Rückzug auf Zeit ist, damit ich dann umso weiter strahlen kann, in shaa Allah! Denn wer strahlt, ist in der Lage, mehr zu geben!

Wenigstens etwas… Danksagung

Eine Sache bleibt jedoch noch zu sagen: ich bin überaus froh, die Ayat von Vitalmuslima mit ins Spendenboot geangelt zu haben! Denn sie ist so schön mit Herz und Seele dabei, dass sie bestimmt auch ohne mich sehr erfolgreich sein wird und viel erreichen wird, um den Bedürftigen zu helfen! (Möge sie reichlichst gesegnet sein <3) Deswegen werde ich versuchen, sie trotzdem zu unterstützen, wenn auch indirekt. Wer sie also unterstützen möchte, kann dies u.a. hier tun! Vielleicht wird dann doch noch unser Water 4 All – Brunnen gebaut ❤

Blick nach vorne

So, nun ist es raus… Ich bin gespannt auf meinen neuen Lebensabschnitt und brauche bestimmt noch eure Bittgebete! Danke, dass ihr mich auf meinem Weg begleitet – direkt und indirekt!

Bis dahin,

Khalisa V.

2 Kommentare zu „Neue Herausforderungen, neue Ziele

Gib deinen ab

  1. As salamu alaikum, meine Perle. ich bins Susann Uckan von (ehm. MuslimaFit) und möchte Dir alles Gute auf deinen neuen Weg wünschen. Möge Allah dich erfolgreich werden lassen und deine Ziele erreichen lassen. Amin

    Gefällt 1 Person

    1. Wa alaikumu salam wa Rahmatullah liebste Ukhti, baarakaLlahu feeki für deine lieben Wünsche und amiin❤️💕 Vermisse dich auf Insta😅 Möge Allah auch dich deine Ziele erreichen lassen und vor allem Übel bewahren🙏💕

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