„Warum ausgerechnet Somalia?“ Oder: Mein Weg dorthin.

Warum ausgerechnet Somalia?“ und „Waaas, wie kommt´s denn dazu??“- Dies sind einige der häufigsten Fragen, die ich zu beantworten habe, wenn ich jemanden Neuen treffe.

Um diese Frage zu beantworten, muss ich allerdings etwas ausholen und euch zurück ins Jahr 2009 nehmen.

Damals, vor langer, langer Zeit…

Damals war ich gerade einmal etwa ein halbes Jahr Muslima (alhamduliLlah) und hatte eine gute Freundin, die aus Mogadischu, der Hauptstadt Somalias, stammte. Sie schwärmte mir sehr viel vor – wie schön es dort gewesen sei (vor dem Krieg), wie fruchtbar die Erde, wie schön das Meer, wie schön alle Frauen Hijab trugen (heutzutage), etc. Durch den Krieg sei die Hauptstadt zwar sehr zerstört worden, jedoch in anderen Städten  würde es sich immer noch gut leben lassen.

So kam es, dass in mir der Wunsch entstand, dorthin auszuwandern.

Doch nicht so einfach!

Nach einem gescheiterten Versuch, der aufgrund Geldmangel in Dubai endete, entschieden wir (meine Freundin und ich) uns, dass es mit einem Mann an der Seite doch einfacher wäre. Also beauftragte ich sie, mir einen guten Bruder im Islam zu suchen, der ebenfalls nach Somalia auswandern möchte.

dont give up dreams

Auf der Suche nach dem Richtigen

In meiner Stadt gab es damals kaum Somali‘s, zumindest war mir nur eine Familie bekannt. Also fragte meine Freundin ihre in Dänemark lebende Halbschwester, ob sie nicht einen guten Mann für mich finden könne. Diese Schwester fragte den dortigen Imam, dass er Ausschau halten sollte. Jedoch war dort keiner, auf den meine Ansprüche passten.

Bingo…

Daraufhin fragte meine Freundin einfach besagten Imam, ob er nicht Interesse hätte! Er sagte, er hätte bereits zwei Frauen und einige Kinder, aber wenn ich damit kein Problem hätte, würde er mich gern etwas kennenlernen.

Ich hatte damals noch ein paar andere Brüder zur Auswahl, jedoch der Imam schien am besten zu passen: Er hatte alle seine Kinder schon in Somalia, also würde er dort nach seinem Studium in Dänemark auf jeden Fall hinziehen, außerdem war er sowohl weltlich als auch religiös sehr gebildet (maa shaa Allah). Also war er trotz und gerade wegen seiner großen Familie sehr interessant für mich.

Dem Traum ein Stück näher…

Schließlich kam es dann Ende 2009 zu unserer Heirat, die schon mal sehr multikulturell ausfiel. Sogar meine geliebten Eltern waren dabei (maa shaa Allah).

Danach ging es für mich erst mal eine Weile nach Dänemark, mit Abstechern nach England und Kanada.

…oder doch nicht?

Als wir dann im Frühjahr 2010 anfingen, unsere Reise nach Somalia zu planen, stellte sich meine Schwiegerfamilie erst mal quer: es sei doch viel zu gefährlich für eine Weiße!

Ich brach ehrlich gesagt in Tränen aus.

Dies hat wiederum meinen Mann dazu bewegt, alles dafür zu tun, dass ich mitkommen kann (alhamduliLlah).

dream

Auf geht‘s!!!

Es war Ende Mai (wenn ich mich recht erinnere) im Jahre 2010, als ich dann meine allererste, lang ersehnte Reise nach Afrika antrat.

Wie meine ersten Eindrücke und Erfahrungen waren, werde ich euch in einem nächsten Artikel beschreiben (in shaa Allah). Soll ja schließlich spannend bleiben 😉

In diesem Artikel hier geht es erst mal um die Vorgeschichte zu meiner Reise und meine Beweggründe. Es war also eine Mischung aus verschiedenen Gründen: Sehnsucht nach freiem Praktizieren meiner Religion und Sehnsucht nach einer anderen, offeneren Kultur (habe mich schon immer für Afrika interessiert).

Wenn euch dieser Artikel gefallen hat oder/und ihr noch weitere Fragen und Anregungen habt, hinterlasst einfach einen Kommentar.

Eure Khalisa

 

 

 

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9 Antworten auf „„Warum ausgerechnet Somalia?“ Oder: Mein Weg dorthin.

  1. Asiya

    MashaAllah tabarakAllah ich habe dich diesen Sommer auf Facebook gefunden und finde es wirklich sehr interssant. Bin selbst mit einem Somalier verheiratet und war dieses Jahr das erste Mal für einen Monat in Somalia. Wollte nicht mehr zurück nach Deutschland.
    Deine Erfahrungsberichte helfen mir wirklich sehr weiter. Mach weiter so. BarakaAllahu feeki

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  2. Ikram umm yassir

    Allahouma barik. Ich liebe es zu sehen wie du lebst, das ist sooo schön al hamdoulillah hatte ich die Chance dich auch persönlich kennenzulernen du bist eine super liebe schwester tabarakallah möge allah dich segnen amin.

    Und eine andere sache noch, ich bin sooo stolz auf deine eltern das sie an deiner seite stehen möge allah sie rechtleiten amin ya rabb

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    1. thegermalis

      Baarakallahu feeki meine liebe ❤ Ich bin ebenfalls froh dich kennengelernt zu haben. In shaa Allah sehen wir uns irgendwann wieder! Allahumma amiin zu deinen Du'aat. Moege Allah dich und deine Familie segnen!

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  3. Ajla

    As salam alaikum wa rahmetullahi wa berekatuhu meine liebe Khalisa. Ich liebe deinen Blog Allahumma barik. Werde ihn fleißig weiter verfolgen.
    Ich finde es sehr spannend, wie du deinen Weg beschreibst , da bekommt man sofort Fernweh.

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    1. thegermalis

      Wa alaikumu salaam wa Rahmatullahi wa Barakatuh meine liebe, baarakaLlahu feeki erstmal für deine motivierenden Worte 😘 Möge Allah den Blog erfolgreich machen in der Hinsicht, noch ganz viele Menschen mit dem Fernweh „anzustecken“ und dazu zu bewegen, eventuell auch hierher zu kommen 😊

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    1. thegermalis

      Wa alaikumu salaam wa Rahmatullahi wa Barakatuh meine liebe, möge Derjenige dich auch lieben, um Dessentwillen du mich liebst und Amiin zu deiner Du’a 💓 Möge Allah dich und deine Familie ebenso schützen und segnen!

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  4. Pingback: Hijrah- Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg! – The Germali's

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